Benennung von öffentlichen Plätzen und Straßen, hier: Platz im Domumfeld

Betreff
Benennung von öffentlichen Plätzen und Straßen, hier: Platz im Domumfeld
Vorlage
6/DS/265
Aktenzeichen
4.61_al
Art
Beratungsdrucksache öffentlich

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt, die Platzanlage zwischen Domplatz und Reinheimer Str. mit Paradeplatz zu benennen.

 

Sachverhalt:

Öffentliche Plätze, Straßen und Wege sollen zur besseren Orientierung eindeutige Namen erhalten. Der Platz im nördlichen Domumfeld ist bislang nicht formell bezeichnet. Daher soll der Platz in Fürstenwalde Mitte einen Namen erhalten.

Im Rahmen der Planungen zum Ausbau des unmittelbaren Domumfeldes ist östlich der im Bau befindlichen Seniorenresidenz zwischen Reinheimer Straße und Domplatz eine Platzanlage vorgesehen (siehe Grundsatzbeschluss vom 28.01.2016). Der in Nord-Süd-Richtung verlaufende Platz mit Zufahrt zum Dom ist sowohl innerhalb der Stadtverwaltung als auch in der Stadtgesellschaft bereits als Paradeplatz eingeführt.

 

Zum historischen Hintergrund:

 

Fürstenwalde war von 1687 – 1994 durchgängig Garnisonsstadt verschiedener Militäreinheiten. In den Jahren von 1687 – 1897 waren alle Soldaten im sogenannten Bürgerquartier untergebracht. Dies bedeutete, es gab keine Kasernengebäude in denen die Soldaten konzentriert wohnten. Stattdessen lebten die Soldaten, je nach Größe des Hauses, einzeln oder zu mehreren in den Häusern der Stadtbewohner. Dies mussten die Bürger zwar so akzeptieren, wurden aber dafür entschädigt. Der Anspruch war nicht groß, so reichte eine Stube mit einem Bett, einem Schemel und einem Haken für die Uniform. Das morgendliche Sammeln geschah nach einem Trompetensignal auf dem „Paradeplatz“. Der Platz befand sich zwischen Dom und heutiger Reinheimer Straße, also auf dem heutigen Hof des Seniorenheimneubaus.

 

Das erste Verzeichnis dieses Platzes reicht zurück auf den ältesten Stadtplan Fürstenwaldes aus dem Jahr 1725. Da der Platz offiziell diesen Namen bis ca. 1945 trug, würde die Stadt in der Namensgebung eine über 300-jährige Tradition aufnehmen.

 

Die seit Jahren selbstverständliche Nutzung dieses Namens für das Areal auch in den Medien unterstreicht die Namensgebung, so dass die Stadtverwaltung die Benennung in Paradeplatz vorschlägt.

 

 

Im Auftrag

 

 

 

Christfried Tschepe

Fachbereichsleiter Stadtentwicklung

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Anlagen:

Anlage 1 zur Drucksache 6-DS-265 – Lageplan