Benennung von öffentlichen Plätzen und Straßen, hier: Weg in Trebus

Betreff
Benennung von öffentlichen Plätzen und Straßen, hier: Weg in Trebus
Vorlage
6/DS/288
Aktenzeichen
4.61/MW
Art
Beratungsdrucksache öffentlich

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt, den im Ortsteil gelegenen Straßenzug zwischen Hangelsberger Weg und Gemarkungsgrenze in _______________­­­­________  zu benennen.

Sachverhalt:

In Trebus soll ein Weg neu benannt werden. Für einen Teil des Weges hat es den Charakter einer Umbenennung.

Der Weg trägt keinen offiziellen Namen. Er zweigt in westlicher Richtung vom Hangelsberger Weg ab und geht bis zum Verbindungsweg Onkel-Toms-Hütte–Kienbaum in der Gemarkung Hangelsberg (Gemeinde Grünheide (Mark)). Er hat eine Länge von insgesamt etwa 2,8 km, wovon sich ca. 1,6 km im Fürstenwalder Stadtgebiet befinden. In Teilen der Trebuser Bevölkerung ist der Weg unter dem Namen „Förstereiweg“ bekannt. Dieser inoffzielle Name taucht auch in einigen Stadtplänen und sogar auf amtlichen Karten auf.

In Ermangelung eines offiziellen Namens wurde in der Vergangenheit bereits ein Grundstück zum Hangelsberger Weg adressiert. Dies führt nach Aussagen von Anwohnern zu großen Problemen, da das Grundstück häufig von Postdienstleistern etc. nicht gefunden wird, weil es auch über 130 m vom Einmündungspunkt in den Hangelsberger Weg entfernt liegt. Die Nichtauffindbarkeit stellt insbesondere die Bereiche des Rettungsdienstes und des Brand- und Katastrophenschutzes vor große Probleme, da jede verzögerte Hilfe­leistung mit Gefahren für Leib, Leben und Besitz verbunden ist. Bei möglichen weiteren Vergaben neuer Hausnummern an diesem Weg würde sich das Problem weiter verschärfen. Deshalb soll zur besseren Auffindbarkeit der Adressen zur Wahrung der Sicherheit und Ordnung in der Stadt Fürstenwalde/Spree der Weg neu benannt und folgend das Grundstück umadressiert werden.

Wegen der vorgenannten Adressierung hat dies für alle Eigentümer anliegender Grundstücke des im weitesten Sinne bebauten Gebiets des Ortsteils Trebus den Anschein einer Umbenennung. Daher wurde allen Grundstückseigentümer mit Schreiben vom 02.03.2016 die Möglichkeit zur Stellungnahme nach Verwaltungsverfahrensgesetz § 28 eingeräumt, wenn sie sich nicht schon im Vorlauf zur geplanten Maßnahme geäußert hatten. Schriftlich haben sich drei Personen geäußert, darunter die Person, der das umzuadressierende Grundstück gehört. Zwei weitere Personen hatten sich im Vorfeld persönlich geäußert. Alle Personen haben sich ausdrücklich für eine eigenständige Benennung des Weges ausgesprochen und Aussagen zur Namenswahl getroffen.

Die Namensvorschläge entstanden in Zusammenarbeit mit Trebuser Bürgern aus dem Hangelsberger Weg sowie dem Museumsleiter Guido Strohfeldt. Allen Namensvorschlägen gemein ist, dass sie Bezug auf örtliche Elemente nehmen.

Favorisiert wird die Bezeichnung „Förstereiweg“, da er in Teilen der Bevölkerung für diesen Weg bekannt und geläufig ist. Der Name bezieht sich auf eine alte, heute nicht mehr existente Försterei, welche über diesen Weg erreicht wurde. Möglicherweise handelt es sich um die alte Försterei Plaatz in der Gemarkung Hangelsberg. Vier Bürger haben sich für diesen Namen ausgesprochen.

Als zweiter Namensvorschlag liegt der Name „Hasenpfuhlweg“ vor. Dieser Name geht zurück auf den großen und kleinen Hasenpfuhl, welche sich am Wegesrand befunden haben. Für diesen Namen hat sich ein Bürger ausgesprochen.

Der dritte Vorschlag lautet „Fuchsbergeweg“. Fuchsberge ist die Bezeichnung für die Erhöhungen, welche sich im Wald am Ende des Weges befinden. (Nicht zu verwechseln mit den Dachsbergen, welche weiter südlich sind.)

 

Im Auftrag

Christfried Tschepe

Fachbereichsleiter Stadtentwicklung

______________________________________

Anlagen:

Benennung eines Weges in Trebus (Karte)