Benennung von öffentlichen Plätzen und Straßen, hier: Hauptweg im Stadtpark

Betreff
Benennung von öffentlichen Plätzen und Straßen, hier: Hauptweg im Stadtpark
Vorlage
6/DS/291
Aktenzeichen
4.61_al
Art
Beratungsdrucksache öffentlich

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt, den in Ost-West-Richtung verlaufenden Hauptweg durch den Stadtpark zwischen Parkallee und Am Festplatz mit Heidereiter-Schultze-Weg zu benennen.

 

Sachverhalt:

Öffentliche Plätze, Straßen und Wege sollen zur besseren Orientierung eindeutige Namen erhalten. Der Hauptweg durch den Stadtpark ist bislang nicht bezeichnet. Daher soll der Weg in Fürstenwalde Mitte einen Namen erhalten.

Die Hauptdurchwegung des Stadtparks zwischen Parkallee im Osten und Straße „Am Festplatz“ im Westen ist bislang nicht bezeichnet. Mit Blick auf die geplante Entwicklung der Aufbauschule und zur Erleichterung der Ortsbeschreibung ist eine Benennung des Weges notwendig. Bei einer entsprechenden Nutzung der Aufbauschule ist der Weg zukünftig die direkte fußläufige und mit dem Fahrrad nutzbare Verbindung vom Bahnhof zur Schule. Gemeinsam mit dem Leiter des Stadtmuseums schlägt die Stadtverwaltung den Namen Heidereiter-Schultze-Weg vor.

 

Zum historischen Hintergrund:

 

Der Fürstenwalder Stadtpark könnte in diesem Jahr seinen 180. Geburtstag feiern. Aufgrund dieser langen Existenz ist der Park für die meisten Fürstenwalder eine Selbstverständlichkeit. Fast jeder spazierte schon in ihm, genoss den Springbrunnen, besuchte den Tierpark oder die Parkbühne. Doch ist der Stadtpark in seiner Existenz nicht selbstverständlich und während an einen Förderer des Parks, nämlich Herrn Martini, mit einer Buche, Gedenkstein und dem Park hinter dem „Stadthaus Schwan“ reichlich erinnert wird, erinnert nichts an den Gründer.

 

Der damalige Tuchmacher und Ratmann Christian Friedrich Schultze war als sogenannter Heideherr im Magistrat verantwortlich für die Fürstenwalder Forsten. Er gestaltete 1836 die Spreeuferpromenade hinter den Weberhäusern zur ersten Parkanlage, die später volksmundlich die lange Bahn hieß; Lange Bahn wegen der langen, geraden Strecke zwischen den heutigen mächtigen Eichen. Für diese Spazierstrecke hatte damals kein Fürstenwalder Verständnis und so hieß diese Promenade zunächst „Schultzens Unsinn“. Doch keine 10 Jahre später begann die weitere Gestaltung auch nördlich der Hangelsberger Chaussee und die Fürstenwalder akzeptierten ihren Stadtpark. Nach 180 Jahren ist es nun Zeit, Herrn Schultzes Einsatz zu würdigen und mit einem Wegenamen an den Gründer unseres Stadtparks zu erinnern.

 

Im Auftrag

Christfried Tschepe
Fachbereich Stadtentwicklung

______________________________________

Anlagen:

Anlage 1 zur Drucksache 6-DS-291 – Lageplan