Grundstücksangelegenheit, hier: Ausschreibung des bebauten Grundstücks Schloßstraße 14, Flur 131 Flurstück 66/3 teilweise

Betreff
Grundstücksangelegenheit, hier: Ausschreibung des bebauten Grundstücks Schloßstraße 14, Flur 131 Flurstück 66/3 teilweise
Vorlage
6/DS/334
Aktenzeichen
4.60-23 21 16
Art
Beratungsdrucksache öffentlich

Beschlussvorschlag:

Die Stadt Fürstenwalde/Spree schreibt die bebaute Liegenschaft Schloßstraße 14, Flur 131 Flurstück 66/3 mit einer Teilfläche von ca. 634 m² zum Höchstgebot in einer öffentlichen Ausschreibung aus.

Das Grundstück ist für kommunale Aufgaben entbehrlich.

Einer Vorwegbeleihung des Grundstücks wird zugestimmt.

Sachverhalt:

Das auf dem Grundstück Schloßstraße 14 um 1802 gebaute  eingeschossige  Eckgebäude diente zunächst seinem ursprünglichen Zweck als Amtswohnung und Wohnung für den „Kornschipper“, bevor es ab 1821 als Militärlazarett genutzt wurde. Gegen 1900 wurde es für die Unterbringung des preußischen Proviantamtes zweigeschossig mit Drempel ausgebaut, nach 1945 war es ein Ärztehaus. Das Gebäude steht nun seit vielen Jahren leer und befindet sich in einem schlechten Zustand.  Es gehört nicht direkt zum denkmalgeschützten Ensemble Jagdschloss und Speichergebäude, liegt aber in deren Umgebungsschutzbereich. Aus diesem Grund wurde auch der Plan, das Gebäude auf die ursprüngliche historische Kubatur zurückzubauen, nicht genehmigt. Lediglich der Abbruch des Anbaus, des Zwischenbaus und des Turmanbaus an der Rückseite konnten inzwischen realisiert werden.

Da eine Einbeziehung dieses Objektes in die zukünftig vorgesehene Nutzung des Jagdschlosses und des Speichergebäudes als studentische Ausbildungsstätte verneint wird, kann es für eine separate Nutzung verkauft werden. Allerdings soll nur eine Teilfläche des Grundstücks in  Größe  von  ca.  634 m² (Gesamtgröße: 936 m²) veräußert werden, um das Freigelände unmittelbar um das Jagdschloss herum axialsymmetrisch gestalten zu können (s. Anlagen). Dem Erwerber soll die Verpflichtung auferlegt werden, das Objekt innerhalb eines Zeitraumes von 3 Jahren zu sanieren, ansonsten kann die Stadt ein Rückkaufsrecht ausüben, das vertraglich verankert werden muss.

Die Immobilie soll in einer öffentlichen Ausschreibung zum Höchstgebot ausgeschrieben werden. Um sich im Rahmen der Sanierungsverpflichtung die Möglichkeit zu erhalten, konkrete Vorgaben zu formulieren, sollte die Ausschreibung nicht bedingungsfrei gem. § 2 Absatz 1 Punkt 1 der Genehmigungsfreistellungsverordnung sein.

Aufgrund der besonderen innerstädtischen Lage im Umgebungsschutzbereich des Jagdschlosses und des Speichergebäudes in der Magazinstraße und der Größe des Gebäudes, in dem mehrere Wohnungen und Gewerbeeinheiten eingerichtet werden können, soll die Ausschreibung auch in einer bundesweit erscheinenden Publikation veröffentlicht werden. 

 

Im Auftrag

 

 

 

Christfried Tschepe

Fachbereichsleiter

Stadtentwicklung

Anlagen:

Anlage 1: Übersichtsplan

Anlage 2: Lageplan