Benennung eines Weges in Fürstenwalde-Süd

Betreff
Benennung eines Weges in Fürstenwalde-Süd
Vorlage
6/DS/447
Aktenzeichen
4.61-mw
Art
Beratungsdrucksache öffentlich

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt, den in Fürstenwalde-Süd gelegenen, in der Anlage gekennzeichneten Privatweg entsprechend des Mehrheitsvotums der Wegeigentümer in Heckenweg zu benennen.

Sachverhalt:

In Fürstenwalde-Süd befinden sich zwei Parallelwege, jeweils zwischen dem Feldweg im Norden und dem Gutswiesenweg im Süden, die eine Länge von etwa 220 Metern aufweisen. Es handelt sich um Privatwege, die öffentlich zugänglich sind. Beide Wege hatten keinen offiziellen Namen, teilweise wurden die Grundstücke dem Feldweg, teilweise dem Gutswiesenweg zugeordnet. Die dem Feldweg zugeordneten Grundstücke weisen eine Parzellennummerierung auf, die aufgrund von Dopplungen Verwechslungen mit der offiziellen Hausnummerierung am Feldweg nach sich zieht. Von Seiten der Anwohner wurden postalische Fehlzustellungen, Grundstückssuchende und andere Gründe geschildert, die aus sich heraus eine Maßnahme zur Wahrung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit begründen.

Eine Hausnummernzuordnung zum Gutswiesenweg war nicht ohne weiteres möglich, da keine freien Hausnummern verfügbar waren, und sie erschien aufgrund der Länge der Wege auch nicht als sinnvoll. Aus diesem Grund hat sich die Stadtverwaltung entschlossen, unter Beachtung der Grundsätze der Erforderlichkeit, Geeignetheit und Verhältnismäßigkeit in Abwägung der Folgewirkungen beiden Wegen einen eigenen Namen zu geben. Ein erstes Verfahren fand für den östlichen Weg statt. Für ihn wurde in der Stadtverordnetenversammlung am 10.11.2016 der Name „Sandweg“ beschlossen (6/DS/387).

Für den westlichen Weg fand im Dezember 2016/Januar 2017 die Anhörung der Eigentümer der anliegenden Grundstücke zur geplanten Maßnahme statt. Alle Anlieger sind gemeinschaftlich Eigentümer des Weges. Die Anlieger wurden über die geplante Benennung informiert und es wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, bis zu drei Namen vorzuschlagen, da sie als Eigentümer des Weges ein Erstvorschlagsrecht besitzen. Aufgrund der Erfahrungen des ersten Verfahrens, indem nur ein Namensvorschlag geeignet war, hat die Stadtverwaltung drei Anregungen für die Namensgebung gegeben, die aber nicht bindend waren.

Von den Eigentümern der 15 anliegenden Grundstücke haben sich im Anhörungszeitraum acht gemeldet. Alle sprachen sich grundsätzlich für die Benennung des Weges aus. Die Eigentümer von vier Grundstücken schlagen den Namen „Heckenweg“ vor, der eine Anregung der Stadt war. Da dies die höchste Zahl an abgegebenen Stimmen ist, wird dieser Name favorisiert. Nach Ablauf der Anhörungsfrist gab es die Stellungnahme eines weiteren Eigentümers, der sich auch für den Namen „Heckenweg“ ausspricht. Diese wurde wegen des Fristablaufs nicht eingerechnet, unterstreicht aber die Tendenz zum Namen.

Zweimal wurde der Name „Pilzweg“ vorgeschlagen, der ebenso eine Anregung der Stadtverwaltung war. Jeweils eine Stimme erhielten die Namen „Am Forst“, „Am Wildwechsel“, „Fichtenweg“, „Obstweg“ (Anregung durch die Stadt) sowie „Zwischenweg“. Der Name „Am Forst“ wird von der Stadtverwaltung aus inhaltlichen Gründen abgelehnt, da dem Weg der direkte Bezug zu einem Forstgebiet fehlt. Er wäre in dieser oder abgewandelter Form an anderer Stelle in der Stadt passender. Der Name „Fichtenweg“ wird nicht empfohlen, da Verwechslungen mit dem Weg „Fichtenwinkel“ in Fürstenwalde-Nord nicht auszuschließen sind, insbesondere wenn der Name abgekürzt würde.

Der favorisierte Name „Heckenweg“ passt gut in die Namensstruktur des Gebietes. Er bezieht sich auf die Hecke als landschaftliches Element und typisches Gestaltungsmittel zur Abgrenzung von Grundstücken, welches auch bei anliegenden Grundstücken Verwendung findet. Er wird von der Stadtverwaltung befürwortet.

Christfried Tschepe

Fachbereichsleiter Stadtentwicklung

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Anlage:

Lageplan