Hundeauslaufflächen im Stadtforst Fürstenwalde/Spree

Betreff
Hundeauslaufflächen im Stadtforst Fürstenwalde/Spree
Vorlage
6/IV/508
Art
Informationsdrucksache öffentlich

Sachverhalt:

Für viele Menschen ist der Hund ein wichtiger Teil in ihrem Leben und über viele Jahre ein treuer Begleiter. Neben Personen, die für ihren Hundeauslauf ausschließlich das reine „Stadtgebiet“ nutzen, gibt es auch viele, die es in Wald, Feld und Flur zieht. Während in der Agrarlandschaft in aller Regel Hunde frei laufen können, ist dies im Wald nicht möglich. Entsprechend § 15, Abs. 8 LWaldG Brd. Vom 10.7.2014, besteht für Hunde im Wald Leinenzwang.

Dieser Umstand führt häufig dazu, dass gegen diese Vorschrift wissentlich oder unwissentlich zuwidergehandelt wird. Ein kommunaler Wald versteht sich im besten Sinne als Bürgerwald, so dass für Probleme und Konflikte nach bürgerfreundlichen Lösungen gesucht wird.

Eine Lösung für das Bedürfnis, Hunde auch im Wald unangeleint laufen lassen zu können, besteht in der Ausweisung von Hundeauslaufgebieten. Während es in Berlin an einigen Stellen im Stadtwald diese Möglichkeit gibt, ist Brandenburg bisher diesen Weg nicht gegangen.

Um im Land Brandenburg eine Lösung zu finden, erfolgte eine Beratung mit dem zuständigen Ministerium und dem Landesforstbetrieb. Nach anfänglichen Bedenken konnten doch konstruktive Lösungen für dieses Bedürfnis gefunden werden.

Entsprechend § 17, Abs. 1 und 2 LWaldG Brd. Haben Waldbesitzer die Möglichkeit, weitergehende Gestattungen zu erteilen. Diese Möglichkeit würde beinhalten, dass in einer ausgewiesenen Zaunfläche von 1 bis 2 ha Hunde frei laufen können. Da Einzäunungen im Wald nur zum Schutz von Forstkulturen genehmigungsfrei errichtet werden können, ist dies für Hundeauslaufflächen genehmigungspflichtig. Der § 18 LWaldG Brd. Regelt das Sperren von Wald. Die vorgesehene Größe der eingezäunten Flächen ist aber grundsätzlich genehmigungsfähig. Im Verfahren stellt die Forstbehörde das Benehmen mit den beteiligten Kommunen und mit dem Landkreis her.

Um die Umsetzung in einem Verfahren zu realisieren, beantragt die Verwaltung drei Flächen als Hundeauslaufgebiet im Stadtforst Fürstenwalde (Anlage Flächen und Karte). Dieses Verfahren hat Pilotcharakter für das Land Brandenburg. Für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt erhält der Wald neue Möglichkeiten für die Nutzung mit ihren Hunden, ohne dass andere Waldbesucher durch freilaufende Hunde abgeschreckt werden.

Die Verwaltung bemüht sich, das Verfahren zu einem positiven Abschluss zu bringen.

Thomas Weber

Stadtforstdirektor

______________________________________

Anlagen:

Gemarkung Fürstenwalde

Flächen:

Flur 34 Flurstück 44 teilw. FriedWald

Flur 35 Flurstück 226 teilw. Amselweg

Flur 106 Flurstück 1 teilw. Leistikowstraße

Flur 118 Flurstück 1 teilw. Lützowring