Grundsatzbeschluss zur Freiflächengestaltung (Vorplanung) Nordpark "Kleine Freizeit", hier: Arrondierung

Betreff
Grundsatzbeschluss zur Freiflächengestaltung (Vorplanung) Nordpark "Kleine Freizeit", hier: Arrondierung
Vorlage
6/DS/629
Aktenzeichen
4.61-ge
Art
Beratungsdrucksache öffentlich

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung billigt die Vorplanung zur Freiflächengestaltung der Arrondierungsfläche Nordpark  „Kleine Freizeit“ und beauftragt die Stadtverwaltung, die für die Genehmigungsplanung mit Kostenberechnung erforderlichen Planungsleistungen zu beauftragen.

 

Sachverhalt:

Mit den Mitteln des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ wurde 2013 in Fürstenwalde Nord ein Quartierspark errichtet. Im Ergebnis eines Bürgerwettbewerbs wurde er Nordpark „Kleine Freizeit“ genannt. Diese Freianlage wird sehr gut angenommen: Die Senioren im Quartier, die Besucher der benachbarten sozialen Einrichtungen und die Patienten des Ärztehauses Nord nutzen sie gerne für den Aufenthalt an der frischen Luft und zur Pflege sozialer Kontakte, junge Familien haben hier einen Treffpunkt und die Kinder Platz zum Spielen. Vom Kulturverein Nord, dem Jugendclub Nord und dem Mehrgenerationenhaus wird die Anlage für multikulturelle Events und Veranstaltungen genutzt.

 

Eine große Arrondierungsfläche des Grundstückes liegt jedoch noch brach – mit Wildwuchs und Bauschutthalde als „Hauptnutzungen“. Die Beseitigung dieser schweren städtebaulichen und ökologischen Missstände ist für die Erhöhung der Aufenthaltsqualität im Wohnumfeld unerlässlich. Die Erweiterungsfläche soll sich gestalterisch mit dem bestehenden Park verbinden und die Nutzungsfrequenz durch zusätzliche Funktionen weiter erhöhen. Die Arrondierungsfläche ist insgesamt rund 4.300 m² groß – damit wird die 2013 errichtete Parkanlage um ca. 40 % vergrößert.

 

Mit der Erweiterung wird nicht nur die Aufenthaltsqualität verbessert, sondern auch die Funktion des Nordparks als „Transitraum“ für Fußgänger und Radfahrer, denn er verbindet verschiedene Freizeitnutzungen und ermöglicht kurze und sichere Wege zu den Einkaufsmöglichkeiten an der Karl-Liebknecht-Straße und zu den sozialen Einrichtungen (darunter das Ärztehaus).

 

Vor allem aber ist die Erweiterung der Anlage notwendig, weil sie zur Stärkung des WIR-Gefühl im „buntesten“ Fürstenwalder Quartier beitragen wird. Hier wohnen neben den altansässigen und in die Jahre gekommenen Fürstenwaldern besonders viele Neubürger der Stadt – von den Spätaussiedlern bis zu den erst kürzlich Geflüchteten. Mit den zusätzlichen Treffpunkt-Angeboten und der kurzen Wegeverbindung zu den in der Nähe gelegenen, vorrangig von den Jugendlichen genutzten Sport- und Freizeiteinrichtungen wird mehr Miteinander ermöglicht. Gleichzeitig werden die Wohnquartiere von den mit den Gemeinschaftsaktivitäten verbundenen Beeinträchtigungen entlastet. Ferner ist eine aktivierende Beteiligung der Anwohner/Nutzer konzeptionell nicht nur vorstellbar sondern Teil des Identifizierungsprozesses.

 

Mit der Arrondierung des Nordparks werden

- städtebauliche (Brache) und ökologische (Bauschutthalde) Missstände beseitigt,

- die Aufenthaltsqualität des Wohnumfeldes verbessert und

- die Sicherheit durch die beleuchteten Wegeführungen erhöht.

 

Die Maßnahme ist Teil der Umsetzung des beschlossenen Integrierten Entwicklungskonzepts „Soziale Stadt Fürstenwalde Nord“ (Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 08.06.2017, Drucksache 6/DS/484).

 

Beschreibung der Planung:

Der Planungsbereich für die Erweiterung vergrößert die Parkfläche um ca. 40% (Anlage 1 – Lageplan Gesamtgestaltung).

Ziel ist es auch hier, Wegeverbindungen zu schaffen und eine hohe Aufenthaltsqualität zu erreichen.

Die erweiterte Parkfläche soll gestalterisch mit dem bereits bestehenden Park korrespondieren.

Dementsprechend soll bei der Wahl der Baumaterialien und der Pflanzen überwiegend auf die bereits im Nordpark  verwendeten Stoffe und Arten zurückgegriffen werden.

Punktuell werden aber Akzente durch neue Gestaltungsmittel gesetzt.

 

Begrünung

                Erhalt der Rosskastanie im Zentrum der Fläche

                Pflanzung von 30 Bäumen

                Pflanzung von 4.000 Strauchgehölzen

                Pflanzung von 1.320 Stauden

Eine dreijährige Entwicklungspflege im Anschluss an die Fertigstellungspflege ist vorgesehen.

 

Flächenbefestigungen

Es ist eine Hauptwegeverbindung zwischen der nordöstlichen Parkgrenze und dem bestehenden

Parkareal vorgesehen. Ein Nebenweg soll vom südöstlichen Bereich der Arrondierungsfläche in

dessen Zentrum führen und dort mit dem Hauptweg verknüpft werden.

Für den Bereich der Tischtennisanlage soll  Betonpflaster verwendet werden.

 

Ausstattungen

Beleuchtung                                    3 Mastaufsatzleuchten

Bänke                                                 5 Bänke (dav. 2 ohne Lehne)

Fahrradparker                                2 Fahrradanlehnbügel

Abfallbehälter                                3 Abfallbehälter mit Ascher, 2  Hundetoiletten

Aktionspunkte                                1 Tischtennisplatte, 3 Spielpunkte „Gräser“

 

                                                                                             

Die Planverteidigung auf Grundlage der Leistungsphase 2 entsprechend der Dienstanweisung zum Investitionssteuerungsverfahren wurde am 16.11.2017 erfolgreich durchgeführt.

 

 

Im Auftrag

Christfried Tschepe

Fachbereichsleiter Stadtentwicklung

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Anlagen:

Anlage 1 - Lageplan  Gesamtgestaltung

Anlage 2 - Kostenschätzung