Antrag der BFZ-Fraktion: Fürstenwalder Wirtschaftsförderung und Standordmarketing stärken - Synergien durch Übernahme der OWF Gesellschaft mbH

Betreff
Antrag der BFZ-Fraktion: Fürstenwalder Wirtschaftsförderung und Standordmarketing stärken - Synergien durch Übernahme der OWF Gesellschaft mbH
Vorlage
6/AN/880
Art
Antrag öffentlich

Beschlussvorschlag:

1.      Der Bürgermeister wird beauftragt, mit dem Landkreis Oder-Spree und der Sparkasse Oder-Spree mit dem Ziel zu verhandeln, deren jeweilige Geschäftsanteile der Ostbrandenburgischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH im Namen der Stadt Fürstenwalde zu erwerben.

 

2.      In der Gesellschaft sollen künftig folgende Aufgaben gebündelt werden:

 

·         Allg. Wirtschaftsförderung für die Stadt Fürstenwalde (Fördermittelberatung, Grundstücksvermittlung, Ansiedlungen, europaweite Messebesuche, Öffentlichkeitsarbeit, …)

·         Koordination und Vermarktung von „@see“ (Organisation Sommerfest, Vermarktung Region, Rückkehrerprogramm)

·         Regionale Ausbildungsbörse (Organisation, Durchführung, …)

·         Innenstadtmanagement (Shopping-Nacht, digitaler Marktplatz, Wiederbelebung Zentrum, …)

·         Stadtfest/ Weihnachtsmarkt (Organisation, Vermarktung, Durchführung, …)

 

perspektivisch zu dem:

 

·         Fürstenwalder Tourismusverein e.V.

·         Entwicklung Trebuser Str. 61

·         Betrieb Wasserwanderzentrum

·         Betrieb Campingplatz

Sachverhalt:

Aus dem Beschluss 6/DS/828 „Weiterführung der Gesellschaft …“ ergibt sich ein Fortführungsvertrag mit der Ostbrandenburgischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH bis zum 31.12.2019. Es ist zu überlegen, in welcher Form die Stadt Fürstenwalde über diesen Zeitpunkt hinaus durch Übernahme und Fortbestehen der Gesellschaft, sowie der Zusammenlegung von Doppelstrukturen, die Wirtschafts- und die Tourismusförderung weiter intensivieren und professionalisieren kann. Weiterhin berichtete der Bürgermeister, dass die Förderung des Innenstadtmanagement zum Ende des Jahres 2019 ausläuft und hier ebenfalls Überlegungen zur Fortführung notwendig sind. In der Diskussion zum Antrag der FDP „Erstellung eines digitalen Marktplatzes" wurde festgestellt, dass dieses Thema bis zur Reife eine kontinuierliche und professionelle Begleitung in Form eines Projektmanagement benötigt, um erfolgreich zu sein. Nur so scheinen eine Wiederbelebung der Innenstadt und das Verhindern des weiteren Aussterbens des Einzelhandels möglich. Kontinuierliche Aktivitäten, wie Stadtfest, Weihnachtsmarkt, Shoppingnacht und weitere Höhepunkte sind hierfür gute Instrumente, müssen aber nicht zwingend durch die Stadt selbst organisiert werden. Die Stärkung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor ist ebenfalls im Sinne einer Mehrheit der Stadtverordneten und Einwohner*innen von Fürstenwalde. Die regionale Ausbildungsbörse und die Aktivitäten rund um @see steigern die Bekanntheit unserer Region und machen sie für Zuzügler, aber insbesondere für Firmen aus dem In- und Ausland interessant. Eine gezieltere Vermarktung der Gewerbeflächen und eine intensivere Werbung für die Standortvorteile von Fürstenwalde würde eine weitere Stufe in der Entwicklung der gesamten Region bedeuten. Insbesondere unter dem Aspekt der bevorstehenden Eröffnung des BER, der Ansiedlung einer Fachhochschule am Standort der Aufbauschule und den Forschungsvorhaben von Fones zu den erneuerbaren Energien sind erste Bausteine. In die Bündelung der Zuständigkeiten und Kompetenzen der einzelnen Protagonisten rund um das Thema Wirtschafts- und Tourismusförderung in einer Gesellschaft, liegt ein großer Hebel für eine erfolgreiche und nachhaltige Zukunft der Stadt Fürstenwalde und deren Einwohner*innen.

 

Warum in Form einer Gesellschaft? Warum die OWF?

 

1.  Die oben genannten Bereiche sind zwingend notwendige Handlungsfelder in einer Kommune, allerdings keine originären Aufgaben der Verwaltung.

2. Die Bündelung der benannten Aufgaben und Handlungsfelder können Synergien genutzt und die vorhandenen Ressourcen effektiver eingesetzt werden.

3. Die OWF verfügt in ihrer bisherigen Struktur über das erforderlichen Know-How und ist umfassend vernetzt, um den formulierten Aufgaben gerecht zu werden.

i.A.

Thomas Fischer

Stellv. Fraktionsvorsitzender