Antrag der FDP-Fraktion zur Vorlage einer strategischen Personalbedarfsermittlung

Betreff
Antrag der FDP-Fraktion zur Vorlage einer strategischen Personalbedarfsermittlung
Vorlage
6/AN/888
Art
Antrag öffentlich

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt:

Der Bürgermeister wird beauftragt, eine Übersicht vorzulegen, aus der die zahlenmäßige Entwicklung des Personals in den nächsten Jahren hervorgeht. Daraus soll ersichtlich sein, wie lange welche Stellen zur Einarbeitung doppelt besetzt sind. Weiterhin bitten wir um Information, wie der Personalbedarf derzeit/für die Zukunft berechnet wird (strategische Personalbedarfsermittlung).

Sachverhalt:

In der Haushaltsdebatte zum Haushalt 2018/2019 wurde auf die Anfrage der Fraktion der FDP zur Stellenplanerweiterung 2018 und 2019 entgegnet, dass die Stellen vorläufig erweitert werden, da mehrere Angestellte in den Ruhestand gehen werden. Die Stellen werden nach der Einarbeitungszeit durch das neue Personal nur ersetzt.

Im Jahr 2017 waren 271,55 Stellen besetzt. Es kam durch die Übernahme des Betriebshofes, einer KITA und sonstige zusätzliche Stellenerweiterungen, Personal hinzu. Im Jahr 2019 sind nach derzeitigem Stand 314 Stellen geplant.

Im Finanzhaushalt (Darstellung Rohhaushalt, Druckdatum vom 11.11.2018) sind folgende Kosten vorgesehen:

-HH-Jahr 2018: 16.587.200,00 €

-HH-Jahr 2019: 18.277.800,00 €

-HH-Jahr 2020: 18.668.200,00 €

Das entspricht einer Steigerung der Personalkosten von ca. 2 Mio€. Nach Aussage zur Haushaltsdebatte soll dies nur vorübergehend sein.

 

Für das Land Brandenburg ergab sich bei einer Studie von 2013 ein mittleres Verhältnis von 125 EinwohnerInnen je Beschäftigtem in der kommunalen Verwaltung; in Fürstenwalde/Spree liegen wir bei 314 Beschäftigten derzeit bei gut 105 EinwohnerInnen pro Beschäftigten (zum Vergleich: 271 Beschäftigte würden ein Verhältnis von 121 EinwohnerInnen pro Beschäftigter ergeben).

 

Die demografische Entwicklung erfordert eine strategische Personalplanung. Es ist derzeit nicht zu erkennen, wann der Stellenplan den Ursprungszustand an Personalmenge wieder erreicht. Die Stadt Fürstenwalde/Spree hat nicht wesentlich mehr EinwohnerInnen als in den Jahren zuvor, sie hat Dienstleistungen ausgegliedert und durch Digitalisierung in der Verwaltung (E-Government) werden Arbeiten erleichtert bzw. eingespart.

Gez. Eberhard Henkel