Ausführungsbeschluss zur erstmaligen Herstellung des Altstädter Platzes

Betreff
Ausführungsbeschluss zur erstmaligen Herstellung des Altstädter Platzes
Vorlage
7/DS/216
Aktenzeichen
2.23
Art
Beratungsdrucksache öffentlich

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die erstmalige Herstellung des Altstädter Platz gemäß der vorliegenden Ausführungsplanung.

Sachverhalt:

In der Stadtverordnetenversammlung am 12.12.2019 wurde der Grundsatzbeschluss zur Vorplanung des Altstädter Platzes (DS 7/DS/090) behandelt und beschlossen. Der Beschluss lautete, dass aus den Varianten 2.2 und 2.2a eine weitere Variante zu erstellen sei.

Im Rahmen der Entwurfsplanung wurde dies so umgesetzt. Die weiterentwickelte Planung wurde den Bürgern am 26.08.2020 in einer Informationsveranstaltung vorgestellt.

Im Stadtentwicklungsausschuss am 08.09.2020 erfolgte die Vorstellung der weiterentwickelten Planung mit 23 Pkw-Stellflächen und der präzisierten Planung mit 25 Pkw-Stellflächen (Anlage 1). Das Votum der Abgeordneten für die weiterzuführende Variante fiel mehrheitlich auf die Planung mit den 25 PKW-Stellflächen. Diese präzisierte Variante wird nun mit der vorliegenden Ausführungsplanung vorgestellt (Anlage 2).

Mit dieser Ausführungsplanung soll nur die erstmalige bauliche Herstellung des Altstädter Platzes beschlossen werden.

Die 6 m breite Straße wird mit grauem Betonsteinpflaster in unterschiedlichen Formaten befestigt. Unter Berücksichtigung der Grundstückszufahrten werden beidseitig insgesamt 25 Pkw-Stellflächen angelegt. Die Pkw-Stellflächen werden mit grauem Betonsteinpflaster und mit Rasengitterplatten befestigt (Anlage 3).

20 der 25 Stellflächen sollen durch die Stadt Fürstenwalde vermarktet werden. Die genauen Modalitäten für die Vermarktung werden den Abgeordneten zum späteren Zeitpunkt als gesonderte Entscheidungsgrundlage vorgelegt.

Die restlichen 5 Stellflächen, einschließlich eines Behindertenstellplatzes, werden für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Vier von den öffentlichen Stellplätzen, erhalten ausgehend von einem zentralen Einspeisepunkt eine Leerverrohrung mit Kabelschächten, als Vorleistung für die spätere Ausrüstung der Stellplätze mit Elektroladesäulen. Die Ladeinfrastruktur, einschließlich des Zählerplatzes ist nicht Bestandteil des derzeitigen Bauvorhabens.

Die Entwässerung der Straßenfläche und der Stellflächen erfolgt in Entwässerungsmulden.

Ausgeleuchtet wird der Altstädter Platz durch 4 dekorative Straßenleuchten mit LED-Aufsatz und einer Lichtpunkthöhe von 4,50 m (Anlage 4).

Im Rahmen der Entwurfsplanung wurden im Bereich der alten Linden mehrere Wurzelsuchschachtungen durchgeführt, um die Ausbauvarianten für die Gehwege und die Zufahrten festzulegen. Aufgrund der vor Ort gefundenen zahlreichen oberflächennahen Baumwurzeln wird auf den Ausbau der Gehwege, zugunsten der Bäume, verzichtet. Das bedeutet, die in den Gehwegen vorhandenen Pflastermaterialien wie Granitplatten oder Betonsteine bleiben im derzeitigen Bestand erhalten.

Das gleiche Ergebnis ist nach den Wurzelsuchschachtungen im Bereich der Zufahrten zu verzeichnen. Um die Bäume nicht weiter zu schädigen, erfolgt die Befestigung der Zufahrten nur in der Länge der Befestigung der Stellflächen. Der Bereich der Zufahrten zwischen dem Betonpflaster und dem jeweiligem Grundstück wird, aufgrund der Baumwurzeln, partiell mit einer wassergebundenen Wegedecke ausgeglichen. Um die privaten Zufahrten zu den Grundstücken vor Fremdnutzung zu schützen, soll mittig ein klappbarer Poller gesetzt werden.

 

Um die Bauverträglichkeit für die Linde Nr. 05918, welche in der Höhe der Grundstückszufahrt zum Haus Nr. 3b steht abzuwägen, wurde im September 2019 ein Sachverständigen-Gutachten bei dem Gutachter Roland Dengler beauftragt (Anlage 5). 

 

 

Zusammenfassend gesagt, ist die vorgenannten Linde aufgrund von alten Rindenverletzungen, Faulstellen und dem Befall mit Hallimasch schwerwiegend vorgeschädigt und massiv Vitalitätsgemindert. Selbst bei äußerster Rücksichtnahme bei der  Baudurchführung wäre die Standsicherheit der Linde in absehbarer Zeit nicht mehr gewährleistet.  Die Stadt schließt sich aus diesen Gründen der Empfehlung des Sachverständigen an. Der Baum wird im Rahmen der Baumaßnahme entnommen und in unmittelbarer Nähe durch eine Neupflanzung mit einem Stammumfang von 20 – 24 cm ersetzt.  Des Weiteren ist auf der östlichen Straßenseite noch Platz für die Pflanzung einer weiteren Krim- Linde.

Als Ausgleich für die Mehrversiegelung durch die Baumaßnahme pflanzt die Stadt zusätzlich 12 Straßenbäume mit einem Stammumfang von 12 – 14 cm im Stadtgebiet. Die restliche Begrünung des Altstädter Platzes erfolgt mit Landschaftsrasen.

Eine Beteiligung des Behinderten- und des Seniorenbeirates erfolgte im Rahmen der Genehmigungsplanung.

Im Auftrag

 

Christfried Tschepe

Fachbereichsleiter Stadtentwicklung

Anlagen:

Anlage 1 - Übersicht

Anlage 2 - Lageplan

Anlage 3 - Regelquerschnitt

Anlage 4 - Datenblatt Beleuchtung

Anlage 5 – Sachverständigen-Gutachten