Zwischenbericht Stadtforst Fürstenwalde/Spree - Kommunaler Eigenbetrieb

Betreff
Zwischenbericht Stadtforst Fürstenwalde/Spree - Kommunaler Eigenbetrieb
Vorlage
7/IV/231
Art
Informationsdrucksache öffentlich

Sachverhalt:

Gemäß § 20 der Eigenbetriebsverordnung für das Land Brandenburg hat die Werkleitung den Bürgermeister und den Werkausschuss mindestens halbjährlich über die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen sowie über den Fortgang der im Wirtschaftsplan vorgesehenen Investitionen schriftlich zu unterrichten.

Da für die Erstellung des Zwischenberichts eine bestimmte Form nicht vorgeschrieben ist, werden nachfolgend die Ergebnisse zum 14.08.2020 im Betriebsabrechnungsbogen und in der Gesamtplanung vorgestellt sowie eine Gegenüberstellung mit den ursprünglichen Planansätzen 2020  in der  Überarbeitung 2020 dargestellt und gegebenenfalls erläutert.

 

 

Der bisherige Geschäftsverlauf lässt erwarten, dass das Hauptergebnis im Wirtschaftsplan  mit – 171.800 € nicht überschritten wird.

 

Einzelne Abweichungen werden nachfolgend erläutert.

 

Der Hauptausschuss nimmt den Zwischenbericht zur Kenntnis.

 

 

 

 

 

Thomas Weber

Stadtforstdirektor

 

 

Anlagen:

Entwurf Planung

Prognose

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Erläuterungen

 

Die Gesamtleistung des Eigenbetriebes liegt per 14.08.2020 deutlich unter dem Planwert. Auf Grund der Corona Einschränkungen und der schlechten Holzmarktlage sowie der veränderten Bedingungen bei den Holzverkaufsverträgen mussten die Planansätze in vielen Konten angepasst werden. Der beschlossene Wirtschaftsplan 2020 wies ein Ergebnis von – 171.800,00 € aus. Nach Überarbeitung der Planansätze liegt das prognostizierte Ergebnis bei – 171.150,00 €. Die neuen Planansätze sind als Anlage beigefügt.

 

2. Der Betriebsabrechnungsbogen zum 14.08.2020

 

Die Anlage weist den ursprünglichen Plan und das IST zum 14.08.20 aus.

 

                                              

1.            Erläuterungen

 

Ertrag                 

Die Umsatzerlöse und sonstigen Erträge belaufen sich zum 14.08. auf insgesamt 204.492,40 €. Zum neuen Planwert von 1.112.700 € konnten damit bisher nur ca. 18,4 % umgesetzt werden.

 

Holzverkauf

 

Da der Holzeinschlag erst im August begonnen hat können an dieser Stelle nur die vertraglichen Planzahlen wiedergegeben werden.

 

Sortiment          Erlöse  Bemerkungen

Sägeholz           295.000 €          Lieferung an Klenk Holz AG-Binderholz und Robeta

Industrieholz   340.000 €          Frei Werk Lieferung zu Classen und Sonae

Brennholz          4.000 €               Eigenvermarktung

Sonstiger Holzverkauf               145.000 €          Selbstwerbung TTW

                              

 

Der vorgesehene Holzeinschlag ist planmäßig im Gang und wird voraussichtlich im Dezember abgeschlossen sein.

 

 

Jagdbetrieb

 

Die Jagdumsätze wurden durch Corona reduziert, da ein Jagdtermin von Oktober in den Januar 2021 verlegt werden musste.

.

Mit der Firma Jagd Krause aus Ratingen konnte 3 Ansitzdrückjagden für 2020 und Januar 2021 vereinbart werden.

Als 4 Gesellschaftsjagd wird die Bürgermeisterjagd im Januar 2021 durchgeführt.

 

Grundstückspachten

 

Mit 27.319,48 € liegt der Wert bei ca. 45,5% vom Planansatz mit 60.000,00. Da die Landwirte oft in Raten zahlen oder Abtretungsverpflichtungen eingegangen sind wird der voll Planansatz erst im II Halbjahr umgesetzt werden können.

 

 

FriedWald

 

Die finanziellen Erwartungen konnten im bisherigen Verlauf annähernd erreicht werden.

Mit 78.054,06 € von geplanten 170.000,00 €, und damit ca. 45,9 % vom Planansatz liegen wir in den Erwartungen für das I Halbjahr da bisher erst 6 Monate abgerechnet wurden und die Coronabeschränkungen ab März zu einer Reduzierung der Baumauswahltermine geführt hat.

Der bisherige Dienstverlauf im FriedWald lässt die Planansätze aber weiterhin realistisch erscheinen.

 

Sonstige Einnahmen

 

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 51.451,59 € im Planansatz von 2019.

Im neuen Entwurf wird der Planansatz auf 145.900 € erhöht. Ein Grund für diese Erhöhung sind forstlich Fördermittelanträge deren Bewilligung in Aussicht gestellt wurde.

 

 

Aufwand

 

Holzeinschlag und Rückung

 

Die Ausgaben liegen mit 24.986,42 € noch am Anfang der Einschlagsperiode. Der ursprüngliche Plan lag bei 350.000 € und wurde entsprechen der Ausschreibung auf 215.000 € korrigiert.

 

 

Holztransport

 

Mit 3.772,31 € liegt der aktuelle Wert erst am Startpunkt der Einsatzperiode. Der ursprüngliche Planansatz von 190.000 € wurde auf 85.000 € reduziert, da voraussichtlich nur Holz an die Sonae Arauco Beeskow GmbH und Clasen in Baruth frei Werk geliefert wird.

Waldverjüngung und Pflanzenkauf

 

Der Ansatz von 57.000,-€  in den beiden Positionen wurde bisher mit 25.341,32 € ausgeschöpft. Die neuen Planansätze sehen in Summe 35.000 € für beide Positionen vor.

 

Waldwegebau

 

Der geplante Wegebau im Revier Buchte soll im September realisiert werden und wurde durch einen Fördermittelbescheid der Bewilligungsbehörde abgesichert.

 

Verkehrssicherung

 

Die Verkehrssicherung mit 61.496,95 € sind durch die Klimabedingten Waldschäden deutlich höher als geplant. Der Planansatz mit 50.000,00 € ist im neuen Plan auf 70.000 € erhöht worden. Aktuelle Absterbeprozesse bei einigen Baumarten könnten aber auch einen noch größeren Mehrbedarf produzieren.

 

Investitionsplan 2019

 

Anlage

 

Der Investitionsplan für 2020 wird bis auf die Erneuerung der Grillhütte Rabenhorst vollständig umgesetzt werden. Er beinhaltet den geförderten Wegebau und drei Löschwasserbrunnen sowie das Brennholzlager Kleine Heide, Jagdliche Einrichtungen und das Zaunwickelgerät.

.

 

Abschlussbemerkungen

 

Der bisherige Geschäftsverlauf kann als sehr angespannt eingeschätzt werden. Die Holzindustrie verzeichnete bisher zwar eine vertragstreue Abnahme leider aber mit deutlich geringeren Preisen. Es gibt große Unsicherheiten für den Herbst/ Winter auf Grund der Borkenkäferkalamitäten in den Fichtengebieten Deutschlands. Der Markt ist mit Schadholz übersättigt.

Schwerpunkte im IV. Quartal sind

1.            die volle Umsetzung der Vertragsmengen mit allen Holzverarbeitern

2.            die FriedWaldbetreuung, Werbung sowie die Öffentlichkeitsarbeit wird im Herbst noch einmal verstärkt

3.            die Durchführung von 2 Gesellschaftsjagden bis zum 31.12.

4.            die Vorbereitung der Waldpflegemaßnahmen und Kulturflächen für 2021

5.            die Umsetzung noch einiger offener Investitionsmaßnahmen