Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Drei Bäume für die Einheit - Ein Denkmal für die Wiedervereinigung

Betreff
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Drei Bäume für die Einheit - Ein Denkmal für die Wiedervereinigung
Vorlage
7/DS/232
Aktenzeichen
4.61-dri
Art
Beratungsdrucksache öffentlich

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt am Standort _________________die Umsetzung der Pflanzung eines wachsenden Denkmals „Drei Bäume für die Einheit“.

Sachverhalt:

Die Stadt Fürstenwalde/Spree wurde von dem Initiator Herrn Werner Erhardt (unterstützt durch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald)  mit der Bitte angeschrieben, an dem Projekt „Drei Bäume für die Deutsche Einheit“ teilzunehmen. https://www.sdw.de/

 

Die Idee des Projektes:

Jede deutsche Gemeinde  pflanzt drei Bäume in Form eines gleichseitigen Dreiecks mit jeweils  10 m Seitenlänge. Das Wiedervereinigungsdenkmal sieht immer gleich aus: Drei Bäume stehen für die deutsche Einheit. Westlich steht eine Buche. Sie symbolisiert die alte BRD. Rechts daneben, östlich gelegen, wird eine Kiefer gepflanzt: Sie ist der häufigste Baum in den neuen Bundesländern und symbolisiert die ehemalige DDR. Oben in der Mitte des Baumdreiecks steht immer eine Eiche, der deutsche Baum schlechthin: Er steht für das wiedervereinte Deutschland. Das Gedeihen dieser Bäume dokumentiert das Wachstum, den Aufschwung, den Wandel und das Zusammenwachsen des ehemals geteilten Landes.

 

Begrünung:

Auf der Freifläche sollen 3 Bäume (1 Kiefer, 1 Buche, 1 Eiche) im gleichseitigen Dreieck mit jeweils 10 m Seitenlänge gepflanzt werden.

Der Stammumfang der Bäume (Buche, Eiche, Kiefer) soll jeweils ca. 20 cm betragen. Die Baumgruben werden mit Pflanzsubstrat verfüllt und mit Nadelholzrinde abgemulcht.

 

Ausstattung:

Es soll eine Gedenktafel (mit vorgegebenem Layout der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald) mit den Abmaßen bis zu ca. 60x60 cm im Boden mit einem Fundament in die Rasenfläche eingesetzt werden (Anlage 4).

 

Gesamtplanung/ Standortauswahl:

Es wurden drei Standorte für die Pflanzung vorgeprüft (Anlagen 1-3):

 

Standort 1: Bullenwiese

Die zentral gelegene Fläche ist im selbstständigen Grünordnungsplan Teil F in der Fassung der 1. Änderung, 1998 als öffentliche Grünfläche ausgewiesen. Sie soll als offener Wiesenbereich der Erholung am Spreeufer dienen. Für Fußgänger und Radfahrer ist der Bereich gut erschlossen (Anlage 1).Der Standort der Bullenwiese grenzt an das Bodendenkmal 91069. Gemäß der Mail (untere Baudenkmalbehörde vom 03.09.2020) wird für diesen Standort die denkmalrechtliche Erlaubnis in Aussicht gestellt.

 

Standort 2: August-Bebel-Straße

Bei der Fläche handelt es sich um eine Grünfläche, welche durch die August-Bebel-Straße, die Spree und den Parkplatz begrenzt wird. Der Bereich wird von Bäumen umsäumt. Für Fußgänger und Radfahrer ist die Grünfläche gut erreichbar. Autofahrer können den nahegelegen Parkplatz nutzen (Anlage 2). Der Standort der August-Bebel-Straße grenzt an das Bodendenkmal 91069. Gemäß der Mail (untere Baudenkmalbehörde vom 03.09.2020) wird für diesen Standort die denkmalrechtliche Erlaubnis in Aussicht gestellt

 

Standort 3 : Ottomar-Geschke-Platz

Durch seinen geschichtlichen Hintergrund hat der Ottomar-Geschke-Platz eine historisch und politisch wichtige Bedeutung für die Stadt Fürstenwalde/Spree. Die Pflanzung des „Einheitsdenkmals“ als Symbol der Wiedervereinigung würde diesen  Platz zusätzlich aufwerten. Durch die zentrale Lage könnte das Einheitsdenkmal gut wahrgenommen werden (Anlage 3).

Das gesamte Ensemble des Platzes ist denkmalrechtlich geschützt. Die Aushebung der Pflanzgruben wird von einem Archäologen begleitet.

Gemäß der Mail (untere Denkmalschutzbehörde vom 03.09.2020) wird die denkmalrechtliche Erlaubnis nicht in Aussicht gestellt. Der Grund für die Ablehnung ist die Beeinträchtigung des Erscheinungsbildes der Platzfläche.

 

Ergebnis:

Nach Prüfung der Standorte können der Standort 1 (Bullenwiese) und der Standort 2 (August-Bebel-Straße) in die engere Wahl einbezogen werden.

 

Verfahren

Wird der Beschluss gefasst und ein Standort festgelegt, soll die Maßnahme bis spätestens zum 1. Quartal 2021 umgesetzt werden. Der Zeitraum für die Pflege beinhaltet die Fertigstellungspflege (eine Vegetationsperiode) und die anschließende Entwicklungspflege (4 Jahre). Die weitergehende Pflege wird von der Fachgruppe Straßen und Grünflächen übernommen.

Im Auftrag

Christfried Tschepe

Fachbereichsleiter Stadtentwicklung

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Anlagen:

Anlage 1: Lageplan Standort  Bullenwiese

Anlage 2: Lageplan Standort  August-Bebel-Straße

Anlage 3: Lageplan Standort  Ottomar-Geschke-Platz

Anlage 4: vorgegebenes Layout der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald