Zwischenbericht 2008 Stadtforst Fürstenwalde - Kommunaler Eigenbetrieb

Betreff
Zwischenbericht 2008 Stadtforst Fürstenwalde - Kommunaler Eigenbetrieb
Vorlage
4/565
Art
Informationsdrucksache öffentlich

Sachverhalt:

Mit der Gründung des Eigenbetriebes zum 01.01.2005 ist der Stadtforst entsprechend der Verordnung über die Eigenbetriebe der Gemeinden, vom 28.11.2001, § 10 Abs. 1 gesondert zu verwalten und nachzuweisen.

 

Die Eigenbetriebsverordnung schreibt im § 21 die Aufstellung eines Zwischenberichts vor. Er besteht aus der Darstellung in Gewinn und Verlust, gegliedert in Ertrag und Aufwandkonten, und der Bilanz mit Kontenaufstellung (Anlagen). Der Werkausschuss =  Hauptausschuss nimmt den Zwischenbericht zur Kenntnis.

 

Der bisherige Geschäftsverlauf entspricht dem Plan, so dass die Vorgaben im Wirtschaftsplan 2008 bei  der Waldbewirtschaftung bisher erreicht werden konnten.

 

Der Werksausschuss nimmt den Zwischenbericht zur Kenntnis.

Thomas Weber

Werkleiter

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Anlagen:

1. Erläuterungen

2. Aufstellung der der GuV

3. Darstellung der Bilanzkonten

                                   

1.            Erläuterungen

 

Ertrag                 

 

Holzverkauf

 

Der Erfüllungsstand mit 68,3 % vom Soll entspricht dem Planansatz für das 1. Halbjahr. In absoluten Zahlen sind das:

 

Sortiment

Menge

Bemerkungen

Kiefernsägeholz-kurz

2.670 fm

Sägewerk der Klenk AG in Baruth

Kiefernindustrieholz

13.361 rm ( davon 3.355 rm aus 2007 mit 1.100 rm Sturmholz)

Lieferung an GLUNZ in Beeskow, sowie ca. 1.000 rm an KRONOSPAN in Lampertswalde

Eichensägeholz- Robinie lang

142 fm

Holzindustrie Templin; Zimmer & Obst GmbH

Eichenparkettholz

47 fm

Verarbeitung bei der dänischen Heidegesellschaft

Eichenindustrieholz

300 rm

Energieholz für private Abnehmer

Fichtensägeholz- und Industrieholz

50 fm

Käferbefall im Revier Beerenbusch

Rotbuche, Birke , Erle

642 rm

Laubholzpflege

 

ca. 11.500  fm

mit 51,68 €/fm Erlös

 

Der weitere Holzeinschlag wird planmäßig bis November andauern, und vor allem in jüngeren Kiefernstangenhölzer Pflegemaßnahmen beinhalten.

 

Jagdbetrieb

 

Von den geplanten 78.000,- € Jagdeinnahmen wurden bisher 58.720,- € realisiert, das sind 75,3 % vom Plan. Dieser Wert ist für das erste Halbjahr gut, denn die Hirschjagd und Ansitzdrückjagdsaison beginnt erst Mitte September.

 

FriedWald

 

Bis zum 30.06.2008 hat es 44. Beerdigungen gegeben, es wurden 53 Familienbäume – und 58 Plätze an Gemeinschaftsbäumen verkauft. Die Nachfrage nach der alternativen Bestattung im FriedWald und die Vorsorge per Vertrag zu Lebzeiten sind auch in diesem ersten Halbjahr gut.

Die finanziellen Erwartungen wurden im ersten Halbjahr deutlich übertroffen, so dass 93,7 %

des Planes bereits erreicht wurden. Mit 84.335,- € trägt der FriedWald wesentlich zum Umsatz bei.

 

Sonstige Einnahmen

 

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 59.367,- € bei etwa 50 % des Planansatzes und damit zeitlich im Jahreslimit.

Der größte noch offene Posten ist der Zuschuss an Fördermitteln mit 50.000,- € für den forstlichen Wegebau im Rahmen des verbeugenden Waldbrandschutzes. Die Forstbehörde ist seit 2007 nicht in der Lage Fördermittel auszureichen, da Programmanpassungen der Software an EU Vorgaben bisher nicht gemeistert werden konnten. Das Problem soll in Kürze behoben sein, so dass der vorzeitige Maßnahmebeginn in einen Zuwendungsbescheid umgewandelt werden kann.

 

Vermögensplan:

 

Die Veränderungen ergeben sich zum Teil durch Mittelverschiebung. So wurden nicht benötigte Mittel bei der Sanierung der Wohnung im Forsthaus Kleine Heide in die Errichtung einer FriedWaldhütte investiert. Es wurden für in die Hütte und die Wegebefestigung 14.344,-€ investiert.

Für die Erneuerung von jagdlichen Einrichtungen wurden ebenfalls 5.400,- € benötigt.

 

Aufwand

 

Holzeinschlag und Rückung

 

Die vorgesehenen Ausgaben liegen mit 61,8 % im Plan und betragen 154.610,00 €.

 

Holztransport

 

Mit 55.743,00 € liegen wir bei knapp 50 % der vorgesehenen Ausgaben und damit voll im vorgesehenen Rahmen.

Die Bündelung der Logistik in der eigenen Hand ist nach wie vor ein Schlüssel zum Erfolg.

Es wird die Qualitätsverschlechterung bei den Holzsortimenten vermieden oder stark reduziert und es erfolgt ein schneller Geldumsatz zwischen Holzeinschlag und Verkauf.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die bevorzugte Bedienung in den Werken der Holzindustrie, weil ein wesentlicher Teilschritt für die Werke nicht mehr koordiniert werden muss. Holz im Wald kann man liegen lassen – LKW`s per Vertrag müssen aber rollen.

 

Waldverjüngung

 

Der Ansatz von 30.000,-€ wurde mit ca. 13.000,- € deutlich unterschritten weil die Douglasienlieferung der Forstbaumschule Leist & Co. KG zurückgewiesen werden musste. Die Pflanzenqualität der Containerdouglasien entsprach nicht den Vorgaben.

Alternativ wurde auf geeigneten Standorten die Rotbuche gepflanzt die preislich günstiger ist.

 

Waldwegebau

 

Der vorgesehene Wegebau hat erst im zweiten Halbjahr begonnen, so dass er für diesen Bericht noch nicht relevant ist.

 

Instandhaltung Forsthäuser

 

Die 67.846.000,- € erscheinen später teilweise wieder in dem  Bilanzkonto 0701.

Durch den Planansatz von 20.000,- € und die deutliche Überschreitung in dem Aufwandkonto 6490 ergibt sich bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine Überschreitung des Planansatzes. 

Die Arbeiten wurden auf das Forsthaus Kleine Heide konzentriert und führen zukünftig zu höheren Mieteinnahmen.

 

Gastförster

 

Durch die Neuenstellung der Revierförsterin konnte auf den  Einsatz der Gastförster verzichtet werden.

Zukünftig wird dieser Bereich sich nur noch auf Arbeitsspitzen beschränken.

 

Abschlussbemerkungen

 

Der bisherige Geschäftverlauf kann als gut eingeschätzt werden. Der Holzmarkt gibt durch die Bankenkrise in Amerika  preislich  nach und gewährleistet nur noch die Abnahme von vertraglichen Mindestmengen. Die Verträge werden im vollen Umfang umgesetzt werden können.

Schwerpunkte im 2. Halbjahr sind

  1. der Holzeinschlag und die Abfuhr der restlichen Vertragsmengen im Revier Buchte und Beerenbusch
  2. die FriedWaldbetreuung
  3. die Durchführung der Gesellschaftsjagden sowie

4.    die Vorbereitung der Hiebsmaßnahmen und Kulturflächen für 2009.