Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK), Ergänzung der Projektliste

Betreff
Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK), Ergänzung der Projektliste
Vorlage
5/187
Aktenzeichen
4.61-re
Art
Beratungsdrucksache öffentlich

Beschlussvorschlag:

Die Projektliste des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Fürstenwalde (INSEK) wird im Stand der Aktualisierung 2009 bestätigt. Das Projekt „Jugendgästehaus“ wird in die Projektliste aufgenommen.

Sachverhalt:

Im Rahmen der Erarbeitung der Stadtumbaustrategie 2020 und der Aufstellung des integrierten Umsetzungsplanes 2010-2013 für die Förderprogramme „Sanierung“, „Soziale Stadt“ und „Stadtumbau Ost“ war es notwendig, alle geplanten Fördervorhaben mit der INSEK-Projektliste abzugleichen und diese entsprechend fortzuschreiben. Durch die geforderte präzise Verortung vieler, auch kleinteiliger Maßnahmen enthält die Liste nach der vorgenommenen Aktualisierung mittlerweile 263 Projekte.

Zum Fortschreibungsbedarf:

Neben der bekannten Zuschussförderung werden vom Land Brandenburg zinsgünstige Darlehen aus dem Stadtentwicklungsfonds (SEF) vergeben. Nach der Überarbeitung der Förderrichtlinie des Landes zur Nachhaltigen Stadtentwicklung werden nicht nur die 15 EFRE-Städte, sondern auch die kommunal dominierten Gesellschaften auf die Mittel des Fonds zugreifen können. Perspektivisch wird bei entsprechendem Bedarf auch die Einbindung privatwirtschaftlicher Gesellschaften erwogen. Im Rahmen der SEF-Marktanalyse wurde für Fürstenwalde das Projekt „Jugendgästehaus“ als förderfähig eingeschätzt. Es entspricht den Zielstellungen des INSEK-Handlungsfeldes „Soziale Infrastruktur, Kultur und Freizeit“ und muss nunmehr in die Projektliste aufgenommen werden.

Das Grundstück Trebuser Str. 49 befindet sich im Eigentum der GiP GmbH. Die zentrale Lage und die Nähe zum Bahnhof sichren hier neben der guten Versorgung eine hervorragende ÖPNV-Anbindung, so dass sich das aufstehende stark sanierungsbedürftige Hochhaus in besonderer Weise zur Einrichtung eines Jugendgästehauses eignet. Geplant ist kein Internat, sondern ein Gästehaus mit 90 bis 120 Plätzen in überwiegend 1- und 2-Bett-Zimmern, wo junge Menschen ab 18 Jahre im Rahmen von betrieblichen Ausbildungszyklen beherbergt werden können. Als Nutzer kommen in erster Linie das Oberstufenzentrum Palmnicken (OSZ) und die großen Ausbildungsbetriebe in Fürstenwalde und Umland in Frage. Das OSZ  wird im Zuge des demographischen Wandels seine Fachausrichtung anpassen und dabei verstärkt auf die überregionalen Einzugsbereiche setzen. Bisher wurden die Auszubildenden bei Bedarf in verschiedenen Quartieren im Stadtgebiet untergebracht. Mit dem Aufbau von Landes- und Bundesklassen werden zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten benötigt.

Die Errichtung eines zentralen Jugendgästehauses dient dem Ausbau der sozialen Infrastruktur in der vielfältigen Bildungslandschaft Fürstenwaldes und entsprich somit den Zielstellungen des INSEK.

Jörg Ihlow

Fachbereichsleiter Stadtentwicklung

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