Die Mitarbeiterin Frau Decker und ihr Kollege Herr Dausel stellen ihre tägliche Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und junge Erwachsenen im öffentlichen Raum vor.

(Den Anwesenden wird ein Grobüberblick, was die Mobile Jugendarbeit/ Streetwork ist, zur Verfügung gestellt.)

 

Zunächst definiert Frau Decker die „Mobile Jugendarbeit“, die in Ergänzung neben der traditionellen Jugendarbeit einen aufsuchenden Ansatz innerhalb eines lebenswelt- und zielgruppenorientierten Jugendhilfekonzepts verfolgt. Die mobile Jugendarbeit setzt sich aus der Gemeinwesenarbeit (sozialraumorientierte Arbeit), die aufsuchende Arbeit (Streetwork), der Einzelfallhilfe und der Betreuung von Cliquen zusammen.

In den verschiedenen Sozialräumen, Nord, Mitte und Süd, werden die Jugendlichen an den von ihn gewählten Treffpunkten oder beim Wahrnehmen von Freizeitangeboten aufgesucht, um Problemlagen, Bedürfnisse, Lebenswünsche zu thematisiert. Dabei ist die Integration der jungen Menschen mit ihren Familien ein großes Thema. Es werden Hilfeangebote, wie Beratungen, Vermittlungen und Begleitungen sowie Freizeitangebote unterbreitet. Die Mitarbeiter der mobilen Jugendarbeit begleiten auch einzelne Projekte, wie das Sommerferiencamp, Erlebnispädagogik in den Herbstferien oder zum Skifahren.

Herr Dausel berichtet über seine Erfahrungen aus der Praxis und erläutert die Entwicklungstendenzen im Arbeitsfeld. Es bestehen keine festen Cliquen mehr sondern eher wechselnde und mobile Personenkreise. Vermehrt ist auch zu beobachten, dass die Kinder und Jugendlichen ihre Freizeit im öffentlichen Raum gestalten.

 

Während des Vortrages werden Fragen der Abgeordneten zu den Themen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund sowie Neigung zum Rechtextremismus, Grenzen der mobilen Jugendarbeit, Zielgruppen, Aufenthaltsorte, Einbeziehung der Elternhäuser, die Rolle der Gewalt und von Suchtmitteln u.a. abwechselnd von Frau Decker und Herr Dausel beantwortet.

 

Abschließend dankt die Vorsitzende für die umfangreichen Ausführungen.