Beschluss: Zustimmung

Abstimmung: Ja: 10, Nein: 0, Enthaltungen: 0, Befangen: 0

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, geeignete Maßnahmen zu ergreifen (so z.B. Querungshilfe, Fußgängerüberweg …), um die für FußgängerInnen und RadfahrerInnen gefährliche Kreuzungssituation an der Kreuzung Goethestraße/Ecke Lange Straße zu entschärfen und für die Zukunft eine sichere Querung zu ermöglichen.

Die möglichen Maßnahmen sollen dem Fachausschuss vorgestellt und danach zeitnah umgesetzt werden.

Im Rahmen der Haushaltsaufstellung 2018 sind die notwendigen finanziellen Mittel einzustellen.


Herr Benz von der einbringenden Fraktion stellt fest, dass es im Bereich der Kreuzung schon häufiger gefährliche Situationen mit Beinaheunfällen gegeben hatte und es am 07.11. schließlich zu einem schweren Unfall gekommen ist. Er wünscht sich eine Verbesserung der Situation insbesondere für Fußgänger und Radfahrer. Herr Benz sieht vor allem in der fehlenden Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer ein großes Problem, weil hier auch viele (Schul-)Kinder verkehren. Möglicherweise wäre ein verkehrsberuhigter Bereich sinnvoll.

Herr Tschepe erläutert anhand eines Luftbildes die örtliche Situation: Hier knickt die Vorfahrtstraße ab und es besteht eine unübersichtliche Situation. Durch den Umleitungsverkehr infolge der Baumaßnahme an der August-Bebel-Straße herrscht derzeit eine untypische Situation mit einem höheren Verkehrsaufkommen. Anfragen an die Polizei und das Straßenverkehrsamt ergaben, dass es sich nicht um einen Unfallschwerpunkt handelt und somit die formalen Voraussetzungen fehlen, die Situation zu ändern. Bekannte vorherige Unfälle seien nicht auf die Kreuzungssituation zurückzuführen. Nach dem Ende der Umleitung wird ein Verkehrsrückgang erwartet. Die derzeitige Tempo-30-Regelung bleibt erhalten. Schnelle Umbauten scheitern an den gegebenen Besitzverhältnissen, da die Grundstücksgrenzen teilweise bis an die Fahrbahnkante reichen.

Herr Hoffrichter verweist darauf, dass die früheren Poller in der Ferdinand-Bauer-Straße nicht wieder installiert werden sollen und daher auch nach dem Abschluss der Baumaßnahmen an der August-Bebel-Straße mehr Verkehr als ursprünglich zu erwarten ist. Herr Hilke fragt, ob die Ferdinand-Bauer-Straße nicht wieder zu einer Sackgasse  werden könnte. Herr Tschepe sagt, dass dies geprüft werden könnte, jedoch müsste eine Lkw-Wendemöglichkeit vorhanden sein. Herr Benz merkt an, dass die Lkw auch vorher nicht wenden konnten.

Herr Luban regt an, einen Zebrastreifen als Schulwegsicherung aufzubringen. Herr Tschepe sagt, dass das hierfür notwendige Mindestmaß an Verkehrsaufkommen wohl nicht erreicht wird. Die Zustimmung des Straßenverkehrsamtes hierzu wäre fraglich, da dieses auch wegen der absehbaren Verlagerung der Schule dagegen votieren könnte. Herr Aulich stellt fest, dass die Straße auch nach der Verlegung der Schule ein Schulweg bleiben würde. Hauptprobleme sind die geringe Straßenbreite sowie die schlechte Einsicht aufgrund des ungünstigen Winkels, in dem die Straßen aufeinander treffen.

Herr Hemmerling sieht auch an anderen Stellen in der Stadt ähnliche Problembereiche, z.B. an der Hegelstraße (L 38). Es sollten alle Möglichkeiten genutzt werden, Gefahrenpunkte zu entschärfen. Herr Benz, sagt, dass bspw. das Abkassieren der Polizei von Radfahrern, welche den abgeordneten Radweg nutzen, die Lage unnötigerweise noch verschlimmert.

Dem Beschlussvorschlag wird einstimmig zugestimmt.