Herr Tschepe informiert, dass es eine etwa zehn Jahre alte Vorplanung der Ortsdurchfahrt vom Kreisel Hegelstraße bis zur Spreebrücke (Landesstraße 35) gibt. Diese sieht eine Änderung der verkehrlichen Führung und eine gestalterische Aufwertung vor. Aufgrund der fehlenden Dringlichkeit und durch Personal- und Finanzmangel des Landes ist die Umsetzung fraglich. Allerdings muss jetzt in der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße im Abschnitt zwischen Sembritzkistraße und Karl-Marx-Straße die Kanalisation dringend erneuert werden, da es dort in den vergangenen Jahren mehrere Einbrüche gab. Der ZVWA plant die grundlegende Sanierung. In diesem Zusammenhang käme die vorgezogene Umsetzung der Vorplanung durch den Landesbetrieb Straßenwesen im Abschnitt in Betracht. Eine gleichzeitige Sperrung dieser Hauptachse mit der Lindenstraße wird als problematisch gesehen, sodass die Baumaßnahme erst nach Abschluss der Erneuerung der Lindenstraße möglich wäre. Alternativ könnte auch auf die Umsetzung der Vorplanung verzichtet werden und nach Abschluss der Kanalarbeiten nur eine neue Asphaltdecke aufgebracht werden. Dann würden die Seitenbereiche (Gehwege) nicht angefasst. Herr Tschepe bittet um ein Meinungsbild der Abgeordneten nach dem vorzuziehenden Verfahren.

Herr Wende hätte sich die Umsetzung auf einem längeren Abschnitt gewünscht. Dies sollte umgesetzt werden, wenn es finanziell möglich ist. Bestenfalls gibt der Ausbau einen Impuls zur Sanierung der anliegenden Gebäude.

Die Abgeordneten äußern ihre Zustimmung zur Umsetzung der alten Vorplanung.

Herr Fischer merkt an, dass die Stadt durch die Umsetzung gesamtkonzeptionell nicht weiter kommt. In der Planung gibt es keinen Platz für Radfahrer, stattdessen sind Konflikte mit Fußgängern vorprogrammiert. Er würde eine breitere Fahrbahn mit Schutzstreifen bevorzugen, da diese statt einer gefühlten Sicherheit, eine echte Sicherheit bieten. Herr Wende merkt an, dass diese Diskussion geführt werden kann, wenn die Ausbauplanung vorliegt. Wichtiger wäre, dass es eine anschlussfähige Lösung gibt. Herr Apitz fragt, ob sich die Gehwegbreite aus den unterschiedlichen Eigentumssituationen mit den ehemaligen Vorgärten ergibt. Dies bestätigt Herr Wende und ergänzt, dass es schon früher Pläne zur Reaktivierung der Vorgärten gab. Auch Herr Geike würde Fahrradstreifen begrüßen. Eine größere Bedeutung hätten diese aber in der Eisenbahnstraße. Sie sollten aber nicht zu schmal sein, da dadurch die Gefährdung der Radfahrer steigt. Herr Tschepe sagt, dass es in den Vorentwürfen mehrere Varianten geben wird. Die Meinung des Landes als Fördermittelgeber zu Schutzstreifen ist aber unstet.

Herr Tschepe informiert, dass der Baufortschritt in der Lindenstraße im Plan liegt und die Straße zum Winter wieder geöffnet werden kann. In der Krausestraße gibt es einen kleinen Zeitverzug, da einige Kabel nicht da lagen, wo sie hingehören. Hier wird die Fertigstellung im Oktober sein. Im Zusammenhang mit der Asphaltierung des Abschnittes wird auch die Kreuzung mit der Neue Straße/Emma-Reich-Straße asphaltiert. Hier gab es Nachfragen von Anliegern.

Im Domumfeld sind fast alle Maßnahmen fertig. In der Domstraße führt der ZVWA eine Schachtsanierung durch. Diese wird in einer Woche angeschlossen sein. Die vereinbarten Veränderungen bei der Parkordnung in der Schulstraße werden aktuell vorbereitet. Herr Wende fragt nach dem Kapitelhaus. Hier, erklärt Herr Tschepe, wurden die Grundmauern aufgemauert und in die Fläche werden im Herbst, abgestimmt mit der Denkmalpflege, weiße und gelbe Rosen gepflanzt.

Bei der beschriebenen Verzögerung an der Erweiterung der Theodor-Fontane-Grundschule besteht Hoffnung, diese im nächsten Jahr etwas aufzuholen. Eine Fertigstellung zum Beginn des Schuljahres 2020/21 ist jedoch nicht mehr möglich.