Herr Bogdan stellte das Projekt FamilienBauStelle vor. Dieses Projekt läuft seit März 2009 und endet im März 2010. Inhalt des Projektes ist es, Perspektiven und Entwicklungen für junge Mütter und junge Väter durch Mitarbeit im Jugendzentrum Süd und auf den Bauspielplätzen zu ermöglichen. Die Teilnehmer des Projektes werden durch das Amt für Grundsicherung vermittelt.

In seinem Erfahrungsbericht informiert Herr Bogdan über positive als auch negative Fallbeispiele.

Momentan werden 5 junge Personen betreut, die Kleinkinder aufziehen. In den meisten Fällen sind die Teilnehmer unter 25 Jahren. Den Teilnehmern fehlte es an sozialer Kompetenz und an eigenem Antrieb. Mit Hilfe dieses Projektes werden die Teilnehmer an den sozialen Alltag herangeführt. Sie lernen gemeinsam zu kochen und ihren Tagesablauf zu organisieren. Wichtig ist es, dass diese Jugendlichen Erfolgserlebnisse schaffen und selbst so über sich hinauswachsen. Durch  den Erfahrungsaustausch, Familienworkshops und die Rückführung ins alltägliche Leben sollen Werte vermittelt werden. Gemeinsam mit den Jugendlichen wurde ein Spielplatz erneuert. Innerhalb des ersten Halbjahres wurden 12 Personen betreut. 7 Personen mussten das Projekt verlassen, da sie sich nicht in die bestehende Gruppe integrieren und die doch sehr geringen Anforderungen nicht erfüllen konnten.

Es handelt sich hier um Personen, die starke Persönlichkeitsprobleme haben und diese können in der Einrichtung nicht gelöst werden. Hier müsse an anderer Stelle  geholfen werden.

In diesem Zusammenhang wurde Aggressionspotenzial und Kindeswohlgefährdung genannt. Frage von der Vorsitzenden Wagner: Wie werden die Kinder danach betreut? Herr Bogdan bestätigte, dass sich um diese Fälle explizit gekümmert wird. In diesen Fällen ist ein Hilfesystem in Gang gesetzt worden.

Da für den Bauspielplatz eine Regionalbudgetförderung gezahlt wurde, wird es dieses Projekt in dieser Form nicht mehr geben. Herr Bogdan hofft, dass der Bauspielplatz weiter betrieben werden kann. Grundsätzlich besteht eine große  Nachfrage nach familiärer Einrichtung.