Betreff
Beschluss zur Zukunft der Schwimmhalle und Ansiedlung eines Wasserfreizeitparks
Vorlage
7/AN/619
Art
Antrag öffentlich

Beschlussvorschlag:

 

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt den Neubau einer Schwimmhalle am Standort "Große Freizeit" und beauftragt den Bürgermeister alle dafür erforderlichen Schritte einzuleiten. Die planerischen Leistungen sind auszuschreiben, sowie notwendigen haushalterischen Mittel einzustellen.

Gleichzeitig wird der Bürgermeister beauftragt, die Verhandlungen über den Verkauf der städtischen Liegenschaft Schwapp, zum Zweck der Errichtung eines privat finanzierten Wasser-Freizeitparks abzuschließen und die Liegenschaft zum höchstmöglichen Preis zu veräussern.

 

Sachverhaltsdarstellung:

 

Die Notwendigkeiten einer grundhaften Sanierung des Schwapps beschäftigt die SVV schon seit geraumer Zeit. Die in Auftrag gegebene Studie und dazugehörige Auswertung durch die Firma Wach hat die Dringlichkeit der Sanierung bestätigt und eine Investitionssumme von ca. 27 MIO EUR ergeben. Auf Grund der Interessensbekundung durch die Vorhabenträger des Projektes "Surf era" für den bisherigen Standort "Schwapp", ist die Stadt Fürstenwalde in die Lage versetzt worden, über eine Sanierung hinaus, auch andere Möglichkeiten zum Erhalt des Schwimmstandortes Fürstenwalde in Betracht zu ziehen.

 

Nach konstruktiven Diskussionen in Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung, Sitzungen des Werkausschusses, zahlreichen vor Ort Terminen, dem Austausch mit Nutzer*innen und verschiedenster Formen der Bürgerbeteiligung über die vergangenen 2 Jahre kristallisiert sich die Lösung eines neu zu errichtenden Sportschwimmbades -Spreeschwimmhalle 2.0- im Bereich der großen Freizeit durch die Stadt selbst, in Kombination mit der Ermöglichung eines privat finanzierten Wasser-Erlebnis-Spaßparks - der Surf era am bisherigen Standort des Schwapp heraus.

 

Die Deckung des derzeitigen und zukünftigen weiter steigenden Bedarfs an Schul-, Freizeit- und Vereinssports, eine barrierefreie Umgebung und der Anspruch eines möglichst energie- und kosteneffizienten Betriebes, ist im derzeitigen Schwapp nicht zu realisieren. Die SVV spricht sich deshalb für den Neubau einer Schwimmhalle aus, eine sinnvolle Erweiterung der Kapazitäten im Schwapp ist nicht möglich.

 

Das Verkehrswertgutachten und die daraus resultierende Kostenvergleichsrechnung für die nächsten Jahre bei Sanierung oder Neubau haben die Entscheidungsfindung in Richtung eines Neubaus an der Großen Freizeit weiter bestärkt.

 

Mit der Ansiedlung eines Wasser-Erlebnis-Spaßparks am bisherigen Standort wird die Qualität und der Umfang des Angebotes in den Bereichen Spaß, Erholung und Tourismus erheblich ausgeweitet und mit der Schaffung von ca. 100 Arbeitsplätzen der Wirtschaftsstandort Fürstenwalde gestärkt. Mit dem Verkauf der Liegenschaft "Schwapp" an die Vorhabenträger wird hierfür der Grundstein gelegt.

 

Der Bürgermeister soll sich bei den Vertragsverhandlungen mit der Surf era am beschlossenen LOI orientieren und das Grundstück möglichst gewinnbringend für die Stadt Fürstenwalde verkaufen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Investoren eine Sicherheit für den Abriss bei einem Scheitern des Vorhabens hinterlegen.

 

Die groß angelegte Bürgerbeteiligung hat ergeben, dass sich die Mehrheit der Bürger mit 63 % diese Neuausrichtung des Schwimmstandortes Fürstenwalde wünscht. Bei den Teilnehmern der Bürgerumfrage unter 50 Jahren, ist dieser Wunsch mit 71 % besonders hoch. Die nächste Generation hat Ihren Standpunkt somit deutlich gemacht.